quinta-feira, 12 de julho de 2007

Das Schweigen der Männer

Warum Jungen nicht mit Jungen reden

Die Mädels können ein Lied davon singen (1): Jungs und ihre Probleme. Damit gehen sie nämlich zu ihnen und nicht zum besten Freund. Warum ist das so? „Boys don’t cry“ sang Anfang der 80-er Jahre die Kultband Cure. Tränen vergießen gilt als unmännlich. Es bleibt ein Privileg der Mädchen. Doch selbst Probleme zugestehen? Darüber reden, was man hat? Das fällt Jungen schwer. Und wenn sie es doch tun, sind Mädchen ihre Ansprechpartner. Die Mädels wissen, was „starke“ Jungs bewegt: Stress in der Familie, Liebeskummer oder die Angst vor dem „ersten Mal“. Solche Probleme bespricht man mit der guten Freundin und nicht mit dem Kumpel (2).Das hat seine Gründe: „Männer sind und bleiben Konkurrenten und haben nur wenige echte Freunde“, behaupten zum Beispiel die beiden Autoren Dieter Schnack und Rainer Neutzling in ihrem Buch „Kleine Helden in Not“. In intensiven Gesprächen mit Jungen und jungen Männern entlarvten sie Freundschaften zu Geschlechtsgenossen als „Zweckbündnisse und Kumpelbeziehungen ohne emotionalen Tiefgang“. In solchen „Freundschaften“ gesteht man keine Ängste, Sorgen und Sehnsüchte. Es ist nicht nur die Gefahr ausgelacht zu werden. Viel größer ist die Angst vor der Blöße, die man sich gibt. „Richtige Männer haben keine Ängste und Probleme“, sagen einem schon die Eltern. Und wenn doch, redet man nicht darüber. „Mann oder Memme (3)?“ - Jungs müssen stark sein und dürfen anderen Jungs keine Angriffsmöglichkeiten bieten. Der Berliner Männerforscher Walter Holstein sagt: „Männlichkeit ist Konkurrenz, und diese verlangt Distanz, Pokerface (4) und Berechnung.“Text (gekürzt und sprachlich vereinfacht) mit freundlicher Genehmigung aus: X-Ray, Jugendseite des Remscheider Generalanzeiger.
„Mit meinen Problemen gehe ich meistens zu einer Bekannten, da sieein paar Dinge besser versteht. Zu Jungen gehe ich nicht, weil sie kein Verständnis zeigen.“ (Arndt, 17)„Ich glaube, dass Jungen mit ihren Sorgen lieber zu Mädchen gehen.Die haben mehr Einfühlungsvermögen und zeigen Verständnis. Außerdem können sich Mädchen besser in die Lage eines anderen versetzen. Meistens handelt es sich ja um Beziehungsprobleme. Da ist es den Jungs peinlich zu einem Freund zu gehen. Da machen die meisten lieber einen auf cool.“ (Daniela, 16)„Wenn ich Beziehungsprobleme habe, gehe ich zu meiner besten Freundin. Die kann sich viel besser in meine Lage versetzen. Ein Junge würde sich darüber lustig machen. Außerdem weiß er nicht, wie Mädchen denken. Also könnte er mir auch nicht helfen.“ (Hacki, 16)„Nein, ich vertraue einem Mädchen nie etwas an. Damit habe ich schon mal schlechte Erfahrungen gemacht. Sie hat meine privaten Probleme an ihre Freundinnen weitergetratscht. Also behalte ich meine Sorgen für mich.“ (Sven, 17)„Wenn ich Probleme habe, gehe ich zu meiner Schwester. Die hat immer einen guten Rat für mich. Manmchmal spreche ich auch mit meinem Kumpel. Ich meine aber, dass Mädchen einen besser verstehen. Sie können die Lage eines anderen besser nachempfinden.“ (Robert, 16)„Ich gehe zu meinem Freund und rede mit ihm über alle Probleme. Viele Mädchen erzählen die geheimen Probleme der Jungen weiter. Diesen Missbrauch von Vertrauen habe ich schon einmal erlebt. Ich denke aber, dass trotzdem viele Jungen mit Mädchen sprechen. Die sind einfach drei Jahre reifer und können einem besser zuhören.“ (Thomas, 16)
1
ein Lied davon singen - etwas kennen und darüber reden können
2
Kumpel - umgangssprachlich für: Freund
3
Memme - weicher Mensch
4
Pokerface - verschlossenes Gesicht

quarta-feira, 11 de julho de 2007

Modalverben

Modalverben

Die Modalverben werden meistens mit einem anderen Verb verbunden. Dieses steht dann im Infinitiv ohne zu. Durch verschiedene Modalverben bekommt der gleiche Satz jedemal eine andere Bedeutung.

Ich schwimme heute.

Ich darf heute schwimmen. ( Ich habe die Erlaubnis. )
Ich möchte heute schwimmen. ( Ich habe Lust dazu. )
Ich muss heute schwimmen ( Mein Trainer verlangt es. )



Merke dir besonders:

Die 3. Person Singular Präsens hat kein -t: er muss
Das Präteritum:
Ich Konnte / durfte / sollte / wollte / musste
Der Konjunktiv II heißt:
Ich könnte / dürfte / sollte / wollte / müsste
Könnten Sie...? ist die Höflichkeitsform.


Wunsch im Präsens: ich möchte

Wunsch im Präteritum: ich wollte


Wortstellung

im Hauptsatz: Natalie will dich heute anrufen.
Sie konnte leider nicht anrufen.
Kannst du sie später anrufen?

im Nebensatz: Er sagte, dass er dich anrufen will.
Sie macht das Abi, um dann studieren zu können.


Gebrauch

dürfen In der höflichen Frage steht dürfen, weil man eine Erlaubnis haben will:
Darf ich Ihnen helfen?
Darf ich auf die Toilette gehen?

müssen Etwas ist obligatorisch, ein Befehl von außen:
Bei Rot muss man an der Ampel warten.
Ich muss die Rechnung bezahlen.






Die Verneinung von müssen heißt: BRAUCHEN + NICHT / KEIN + ZU
Du brauchst mir nicht zu helfen.
Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.





sollen drückt eine moralische Verpflichtung aus: Es wäre schön / gut, wenn...
Man soll immer die Wahrheit sagen.

sollte steht bei höflicher Empfehlung ( Konjunktiv II ):
Du solltest mehr Sport treiben.
Man sollte nicht alles glauben, was andere erzählen.

Die Modalverben können auch als Vollverben gebraucht werden. Das Perfekt bilden sie dann wie die regelmäßigen Verben, z.B.: Ich habe gekonnt / gewollt.

können Kannst du gut Deutsch?
Warum hast du die Aufgabe nicht gekonnt?

dürfen Ich darf heute nicht ins Kino.

müssen Warum musst du denn nach Hause?

sollen Was soll das heißen?

wollen Es tut mir leid, das habe ich nicht gewollt.

mögen Magst du ihn? Nein, ich habe ihn noch nie gemocht.
Ich möchte zwei Kilo Äpfel.